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Ev.-luth. St. Remigius Kirchengemeinde Suderburg

Konfirmandenarbeit 2020/21

Quizz zu Persönlichkeiten aus der Bibel nicht nur für Konfirmand*innen

1.    Ich heiße  ???  Im Buch GENESIS, - (Ach ja, wie nennt man dieses Buch im Alten Testament auch?) wird von mir berichtet. Gott ist stinksauer. Er sieht, dass die Menschen durch und durch böse sind. Irgendwie hatte sich Gott seine Schöpfung anders vorgestellt. Aber es geht gleich mit einem Brudermord los. Wer hatte da nochmal wen erschlagen? Das ist eine Grunderfahrung der Menschen: Lug und Trug, Bosheit, Niedertracht, Mord- und Todschlag. Also will es Gott noch einmal neu versuchen. Eine große Flut muss her, die alles Bisherige vernichtet. Na ja, nicht alles. Ich wurde mit meiner Familie von Gott ausgesucht, einen riesigen schwimmenden Schutzraum für die Lebewesen der Welt zu bauen, die die sogenannte Sintflut überleben sollten. Die Menschen dachten, ich hätte einen Vogel. Irgendwie hatte ich den auch. Aber anders, als die Leute glaubten. Dieser Vogel, der das Ende der Flut anzeigte, ist sogar in die Kunstgeschichte eingegangen. Pablo Picasso hat ihn z.B. gemalt. Der Vogel ist auch ein weltweites Friedenssymbol. Um welchen Vogel handelt es sich? So, wie es geschrieben steht, hat es mich und die ganze Geschichte gar nicht gegeben. Die Geschichte ist erfunden und trotzdem wahr. Sie spiegelt die Erfahrungen der Menschheit wider und versucht, sie in einfachen Bildern zu erklären. Weltweit gibt es ähnliche Geschichten. Meine Geschichte ist übrigens zweimal in der Bibel aufgeschrieben. Jemand hat beide Erzählungen genommen und daraus eine gemacht. In der einen heißt Gott „Gott“ und in der anderen heißt Gott „HERR“. - Groß-H, Groß-E, Groß-R, Groß-R. Auf hebräisch heißt das in lateinischer Schrift ADONAI. Meinen Namen יהוה durfte und darf kein frommer Jude aussprechen!Die Sintflutgeschichte will übrigens nicht drohen! Am Ende steht nicht: „Wenn ihr weiter böse seid, werdet ihr von Gott vernichtet!“ sondern… Ja, was steht denn im Ersten Buch Mose im 8. Kapitel in den Versen 21 und 22 ab der Stelle „Ich will hinfort…“? - Schreibt die nachfolgenden Sätze auf! Ach ja, und welches Naturphänomen weist uns auf Gottes Versprechen hin?    2.    Ich heiße  ???
Auch meine Geschichte findet ihr im Buch GENESIS (Welches Buch Mose war das nur nochmal? Mein Ehemann Jakob hatte mich sehr geliebt. Jakob konnte sehr listig sein. Auch vor Betrug schreckte er nicht zurück. In meinem Vater Laban hatte er allerdings seinen Meister gefunden. Als Jakob und ich uns zum ersten Mal begegneten, war es Liebe auf den ersten Blick. Ach, helft mir mal und sagt mir, wo dass war? Das steht in diesem Mosebuch/Genesis am Anfang des 29. Kapitels…  Mein Vater Laban sorgte dafür, dass Jakob zuerst meine ältere Schwester Lea heiraten musste, bevor wir bei Jahre später auch heiraten durften. Für uns beide musste er lange Jahre für Laban arbeiten.Lea bekam dann ein Kind nach dem andern. Ich konnte erst keine Kinder kriegen. Gott sei Dank bekam ich dann Josef und später Benjamin. Besonders Josef wurde sehr berühmt. Aber das ist eine andere biblische Geschichte. Aber ohne mich und Dank Gottes Hilfe, der mir meinen Sohn Josef schenkte, wäre die Geschichte meines Volkes anders verlaufen.Mein Mann Jakob zog eines Tages mit seiner ganzen Familie in seine alte Heimat zurück. Auf dem Weg dorthin wurde Jakob am Fluss Jabbok in einen heftigen Zweikampf verwickelt. Ich sagte, der Gegner sei Gott gewesen. Jakob gewann den Kampf, wurde aber an der ??? verletzt. Und er hat Gott einen Segen abgerungen. Ja, manchmal muss man um den Segen ringen und für ihn kämpfen. Da nützt keine Hinterlist wie gegenüber seinem Vater Isaak und seinem Bruder Esau. Nach dem Kampf bekam Jakob einen neuen Namen, quasi als Urvater eines neuen Volkes, dessen Mutter ich auch bin. Wie heißt Jakob nach dem Kampf am Jabbok?    3.    Ich heiße ???  Ich sorgte für wichtige Weichenstellungen in der Geschichte der Menschheit. Ich war ein Nachkomme Jakobs, der Israel genannt wurde. Ich war ein Israelit und wurde in Ägypten geboren. Als Junge hätte ich getötet werden sollen, wie alle neugeborenen Jungen meines Volkes. So wollte es der Pharao. Es folgte eine unglaubliche Rettungsgeschichte, die mich an den Hof des Pharaos brachte. Ich wurde von seiner Tochter als Sohn angenommen. Auch, was dann geschah, war ein filmreifes Leben. Ich erschlug einen ägyptischen Aufseher, einen Menschenschinder, der Arbeiter unmenschlich quälte. Ich floh in die Wüster Sinai. Dort lernte ich Gott als jemanden kennen, der mich immer und ewig beschützt. Ich führte die Israeliten aus der Gefangenschaft in Ägypten. Auf die Androhung von zehn Plagen reagierte der Pharao nicht. Ach ja, nenne mir mal die 10 Plagen! Eine lange Zeit wanderte mein Volk 40 Jahre lang in der Wüste herum. Das ist wohl auch eher symbolisch gemeint. Es entstand eine Rechtsordnung, die das Zusammenleben der Menschen regelte. Manche Gesetze davon haben bis heute über Israel und den jüdischen Glauben hinaus Bestand.  Ihr kennt zum Beispiel die 10 Gebote, von denen es heißt, ich habe sie direkt von Gott bekommen.Neben den 10 Geboten gibt es eine Vielzahl von Regeln, die für ein erträgliches Miteinander sorgen sollen. Das größte und höchste Gebot, das, was über allen Geboten steht, könnt ihr im 3.Mose 19,18 nachlesen. Der letzte Satz dieser Bibelstelle lautet… ??? Dieses Gebot ist so wichtig, dass es Jesus selbst zitiert. Drei von vier Evangelisten haben es erweitert aufgeschrieben. Ihr findet es bei Matthäus 22,37-40. Ach, sag mir nochmal, wo es bei Markus und bei Lukas steht! ???Das neue Land für die Israeliten durfte ich noch sehen. Ich habe es aber nie betreten, denn kurz vorher bin ich gestorben. Aber für einen Nachfolger war gesorgt.
  4.    Ich heiße  ???

Ich bin der Sohn von Nun, einem Diener Moses. Ich habe dafür gesorgt, dass die Israeliten in dem Land, wohin sie aus Ägypten geflohen waren, leben konnten. Dummerweise lebten dort schon Menschen. Es gab Streit und Stammeskriege. Wir haben gewonnen. Zu Beginn war mir überhaupt nicht wohl bei dieser Aufgabe. Ich fürchtete mich vor der Verantwortung. Aber gleich im ersten Kapitel des nach mir genannten biblischen Buches, das den fünf Mosebüchern folgt, macht Gott mir Mut. Noch heute werden Verse davon als Mut machende Taufsprüche ausgesucht. In der Übersetzung nach Martin Luther heißen einige dieser Sprüche… Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang.           

Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.        

Sei nur getrost und unverzagt.                                             
Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost und unverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetzedich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir inallem, was du tun wirst.  

Suche die Bibelstelle!                                                        
   5.    Ich heiße ???  Ich lebte vor etwa 3000 Jahren in Israel. Damals gab es Israel im Norden und Juda im Süden des Landes. Elkana war mein Mann. Damals konnten Männer dort, wo ich lebte, mehrere Ehefrauen haben. Elkanas andere Ehefrau hieß Peninna. Sie hatte viele Kinder: Jungen und Mädchen. Ich selbst konnte keine Kinder bekommen. Pennina ließ mich das spüren. Sie kränkte mich. Ich war sehr traurig. Elkana hatte Mitleid. Er liebte mich sehr. Einmal im Jahr gingen wir zum Tempel nach Silo. Dort betete ich verzweifelt zu Gott, den wir „HERR“ nannten. Der richtige Name Gottes war so heilig, dass kein Mensch ihn aussprechen durfte. Er bedeutet soviel wie „Ich bin bei dir, wie ich immer schon bei dir gewesen bin, jetzt bei dir bin und in alle Zukunft bei dir sein werde!“. Aber das ist zu lang, um es immer wieder auszusprechen. Manchmal nannte man Gott auch „HERR ZEBAOTH“. Das bedeutet „Herr der himmlischen Heerscharen“. Wir stellten uns vor, dass Gott uns von allen Gefahren beschützen könne. Ich versprach dem HERRN, dass ich ihm mein Kind schenken würde, wenn ich eins zur Welt bringen könnte. Und so geschah es. Ich brachte Samuel zur Welt. Und mein Sohn Samuel wurde ein weltberühmter Priester. Zwei Bücher im ALTEN TESTAMENT sind nach ihm benannt. Im zweiten Kapitel des ersten nach Samuel genannten Buches ist gleich zu Beginn ein Loblied von mir überliefert. Versucht mal, dieses Loblied mit euren Worten zu übersetzen!    6.    Ich heiße ???  Von mir sind spannende Geschichten überliefert. Als Hirtenjunge gewann ich in einem Stammeskrieg ein Duell gegen den stärksten Philister. Die Philister unterdrückten uns. Gegen sie gab es einige Kriege. Unser erster König war ein Versager. Wir mochten uns nicht. König Saul war eifersüchtig auf mich. Ich war der Gewinnertyp. Sein Sohn Jonathan war mein Freund. Aber zurück zur Geschichte mit Goliath. Ich war immer listig und fast immer allen anderen einen Schritt voraus. Nur mit einer Steinschleuder bewaffnet, habe ich den schwerbewaffneten Riesen niedergestreckt. Mit seinem eigenen Schwert habe ich dem bewusstlosen Philister den Kopf abgeschlagen. Ich wurde später von Samuel zum König ausgewählt. Mein Vorgänger Saul ist in einem der Kriege mit den Philistern umgekommen. In Japan nennt man seine Todesart Harakiri oder Zepukko. Ich selbst hatte später die Philister auf meiner Seite. Ich habe Jerusalem zur Hauptstadt des Königreichs gemacht. Der sogenannte Davidsstern ist heute noch das Symbol des Staates Israel. Im Hitlerdeutschland mussten Juden den gelben Davidsstern tragen. Zu meiner Zeit begann die Büte meiner Heimatregion. Mein Sohn Salomo hatte das Königreich sogar noch vergrößert. Danach aber zerfiel es durch Streitigkeiten in ein Nord- und ein Südreich: In Israel und in Juda. Meine Geschichte findet ihr in zwei Büchern der Bibel aufgeschrieben. Welche sind das? Und ein wenig über mein Leben steht noch in einem dritten Buch. Wie heißt das?Manche sagen auch, dass Jesus, also immerhin sein „Vater“ Josef, ein Nachfahre meines Vaters Isai (das ist nicht Jesaja!) sei. Im Gesangbuchlied „Es ist ein Ros entsprungen“ taucht der Name Isai als „Jesse“ auf. Unter welcher Nummer steht das Lied im aktuellen Evangelischen Gesangbuch?
  7.    Ich heiße ???  Von mir erzählt das Neue Testament. Manchmal glaubt man, Hinweise auf mich auch im Alten Testament zu finden. Ich habe konsequent ein menschenfreundliches Bild von Gott gezeigt. Mir geht es darum, dass niemand sich fürchten muss, auch wenn es fürchterlich zugeht. Erst, wenn gar nichts mehr geht, wenn man glaubt, am Ende zu sein, kann man ohne eigenes Zutun gerettet werden. Für mich ist Gott Leben über den Tod hinaus und pure Liebe. Ich möchte, dass Menschen heil werden. Zuerst stehe ich auf der Seite der Schwachen. Gott ist mein Vater, der zu mir hält, der mich beschützt und der mich frei leben lässt. Dafür haben Menschen mich geliebt und gehasst. Dafür bin ich gestorben. Dafür lebe ich heute noch. Das dürft ihr glauben!Blättert doch mal im NEUEN TESTAMENT und sucht nach einem GLEICHNIS von mir und einer Geschichte, die von einer meiner HEILUNGEN erzählt. Schreibt hier auf, wo die beiden Beispiele im Neuen Testament stehen…und erzählt das Gleichnis/die Heilungsgeschichte oder stellt es/sie irgendwie dar. 
8.    Ich heiße ???  Ich habe die Geschichte von Jesus aufgeschrieben. Zu meiner Zeit gab es schon christliche Gemeinden. Neben mir haben auch andere sogenannte Evangelisten die Geschichte von Jesus aufgeschrieben. Drei weitere sogenannte Evangelisten sind mit ihrer Geschichte im Neuen Testament aufgenommen. Sie heißen... Zusammen mit einem von den dreien habe ich ganze Passagen wörtlich abgeschrieben von einem anderen der dreien. In einer sogenannten Synopse des Neuen Testaments kann man die Texte vergleichen. Außerdem haben wir beide eine schriftliche Lebensgeschichte von Jesus teilweise wörtlich abgeschrieben, die es selbst nicht mehr gibt. Diese verschollene schriftliche Quelle nennen Forscher „Q“. Nur in meiner Jesuserzählung gibt es die Geschichte vom Stern von Bethlehem.Auch die sogenannte Bergpredigt gibt es so nur bei mir. Sie beginnt im 5. Kapitel mit den sogenannten Seligpreisungen. Nennt mal ein anderes Wort für selig! Welche neun „Menschengruppen“ sind in Jesu Augen selig?Ich zitiere in meinem „Evangelium“, was auf Deutsch übrigens „frohe/gute Botschaft/Nachricht heißt, gerne Stellen aus dem Alten Testament, von denen ich glaube, dass sie auf Jesus hinweisen. So ruft Jesus bei mir am Kreuz „Eli, Eli, lama asabtani“ aus. Das steht sowohl in Psalm 22,2 als auch bei mir im 27. Kapitel im 46. Vers. Schreibe hier den Ausruf in deutscher Übersetzung hin...  Wer meint, von Gott verlassen zu sein, ist „in guter Gesellschaft“: Jesus selbst kennt das Gefühl. Also, mich tröstet das sehr! Genauso, wie die Zusage des auferstandenen Jesus an die Jünger und die ganze Welt, mit der ich mein Evangelium abschließe. Dieser letzte Satz heißt:     9.    Ich heiße ???  Mein Name war damals keine Seltenheit. Ich habe auch über Jesus geschrieben. Mein Evangelium wurde neben drei anderen auch in der Bibel veröffentlicht. Meine Leserschaft bestand aus Menschen, denen der jüdische Glaube, aus dem das Christentum entstanden ist, nicht mehr von Hause aus bekannt war. Es waren Menschen, die sich in der griechischen Philosophie und Religion auskannten. Von Jesu Geburt schreibe ich nichts. Dafür beschreibe ich Jesus mit Worten wie, Fleisch, Licht, Herrlichkeit, Gnade und Wahrheit. Eine besondere Begebenheit schildere nur ich. Sie steht in meinem 5. Kapitel. Lies dir mal die Verse 1 bis 13 durch. Stell die Szene der Heilung mit einem/einer Partner*in nach und beantworte folgende Fragen… Was denkt/fühlt der Gelähmte
als Jesus noch nicht da ist?
 nachdem Jesus die Frage stellt?nachdem Jesus sagt, was er tun soll?Was denken und fühlen die Menschen, die den Geheilten sehen? Ich zitiere gerne, was Jesus gesagt hat. Dabei glaube ich, dass Jesus für das Zusammenleben der Menschen eines besonders wichtig war/ist… Du findest diesen Satz in meinem Evangelium im 15. Kapitel im 12. Vers. Schreib ihn auf!                                         10.  Ich heiße  ???  Ich bin der Mann der ersten Stunde. Bevor ich Jesus traf, oder besser: bevor Jesus mich traf, war ich Fischer. Und ich wurde der größte Fan von Jesus. Ich folgte ihm überall hin. Griechisch geschrieben heiße ich Πέτρος. Den Namen gab mir Jesus, als ich mich zu ihm bekannte. Bei Matthäus 16,18 heißt es… Mein eigentlicher Name ist ??? Der Apostel Paulus nannte mich meist Kephas (Κηφᾶς). Das ist das griechisch geschriebene Wort für den aramäischen Begriff „Stein“. Ihr merkt schon, die Ausbreitung des Christentums konnte man damals auch an der Sprache erkennen. Auf hebräisch wurde das Alte Testament geschrieben. Auf griechisch das Neue Testament. Die Umgangssprache des Hebräischen war aramäisch. – Hebräisch schreibt man übrigens von rechts nach links und von hinten nach vorne. – Die ganze Bibel wurde ins Griechische übertragen. Und diese griechische Übersetzung, die sogenannte Septuaginta, wurde dann ins Lateinische (Vulgata) übersetzt. Dabei kam es zu einigen Übersetzungsfehlern. Manchmal gab es in der anderen Sprache nicht die entsprechenden Worte.Ach, ich komme von Thema ab! Aber eins noch: Bei Jesu Verhören kurz vor seiner Kreuzigung habe ich keine gute Figur gemacht. Sagt ihr mir, was ist da getan, oder besser, nicht getan habe! Viele Kirchturmspitzen erinnern mit einem Tier (mit welchem?) heute noch an mein damaliges Versagen. Umso erleichterter bin ich, dass Jesus immer zu mir stand. Der kennt mich eben in- und auswendig. Vergebung heißt das Zauberwort. Und mich nimmt bis heute die römisch-katholische Kirche als ihr Vorbild und hat ihren Dom in Rom nach mir genannt. Das Amt meiner Nachfolger nennt man…     11.  Ich heiße  ???  Stellt euch das mal vor: Jesus ist gekreuzigt. Ich bin um mein Leben gerannt und habe mich versteckt. Als einer der Jünger, - wie viele Jünger Jesu waren wir nochmal? Ich bin noch ganz aufgeregt! – also, als einer der ??? Jünger Jesu stand ich natürlich mit auf der Fahndungsliste. Und da geschieht Folgendes: Der auferstandene Jesus steht plötzlich im Versteck der Jünger, spricht ihnen Mut zu und gibt ihnen den Auftrag, den Menschen von seiner Auferstehung zu erzählen und ihnen Mut zu machen. Ich komme später dazu, und dann geschah Folgendes: "Die anderen Jünger sagten zu mir: „Wir haben den Herrn gesehen!“ Und ich erwiderte: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht!“ - So hat es der Evangelist Johannes im Kapitel 20 ab Vers 25 aufgeschrieben. Acht Tage später kommt der Auferstandene zurück. Dieses Mal bin ich dabei. Da sagt er zu mir: "Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!" (Johannes Kapitel 20 Vers 27).Heute sagt man noch „den Finger in die Wunde legen“. Die Bedeutung hat sich allerdings verändert. Wer jemandem „den Finger in die Wunde legt“, macht ihn schmerzhaft auf einen Fehler aufmerksam, den er gerne verheimlichen würde. Jesus selbst hat oftmals den Finger im übertragenen Sinne in die Wunde oder die Wunden gelegt – von Menschen, die ihn um Heilung baten. Wie der Aussätzige in Markus Kapitel 1 Vers 40 Folgende: "Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: 'Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.' Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: 'Ich will es - werde rein!' Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz und der Mann war rein." Allerdings wird hier der Finger oder die Hand auf und nicht in die Wunde gelegt.  Für viele Menschen ist mein Zweifeln ein Trost, denn Jesus hat mir geholfen, dass ich ihn im wahrsten Sinn des Wortes begreifen kann. Zweifel gehört zum Glauben dazu.   12.  Ich heiße ???  Der Arzt Lukas, der auch das „Lukasevangelium“ geschrieben hat, schreibt in seiner Apostelgeschichte (Kapitel 16, Vers 14): „Eine Frau namens (das bin ich), eine Purpurhändlerin (Woraus stellte man damals den kostbaren Farbstoff Purpur her?) aus der Stadt Thyatira (Wie heißt heute das Land, in dem Thyatira damals lag?), hörte zu; sie war eine Gottesfürchtige (Bis zu dem Zeitpunkt, als ich Paulus das erste Mal begegnete, war ich bekennende Jüdin), und der Herr öffnete ihr das Herz, so dass sie den Worten des Paulus aufmerksam lauschte.“Ich war die erste Person auf europäischem Boden (in der Stadt Philippi, Griechenland), die den christlichen Glauben annahm. Ich lud Paulus und Silas ein, bei mir zu wohnen. Später leitete ich die christliche Gemeinde in Philippi. Da ich sehr reich war, unterstützte ich die Mission des Paulus finanziell, worüber er sehr dankbar war.Ach ja, wer hatte eigentlich die Stadt Philippi ursprünglich gegründet und was hat Alexander der Große damit zu tun?   13.  Ich heiße  ???
 
Noch vor dem Apostel Paulus war ich Christin geworden. Ich habe die christliche Gemeinde in, - ja wie heißt die Hauptstadt denn nochmal? - mit gegründet. Das war sehr gefährlich. Die Bevölkerung, die nach der Stadt benannt ist, beteten mehrere Götter an. Selbst der Kaiser, ein Mensch, ließ sich als Gott verehren. Mein Name hat sich aus dem Namen der Ehefrau von Jupiter, dem sogenannten Götterkönig, abgeleitet. Die Ehefrau Jupiters galt als Königin der Göttinnen. Ich aber, das betone ich, war Christin! Trotz meines Namens! Paulus nannte mich eine Apostelin. Er hatte keine Probleme mit Frauen an der Spitze von christlichen Gemeinden. Meinen Ehemann Andronikus lässt Paulus im sogenannten ???-Brief (Kapitel und Vers?) auch grüßen. Im Verlauf der Kirchengeschichte, im 13. Jahrhundert, wurde mein Name von einem Frauen- zu einem Männernamen umgeschrieben. Die männliche Kirchenführungsriege mochte keine Frauen an der Spitze. So gibt es bis heute keine Pfarrerinnen in der katholischen Kirche und keine Päpstin.

Antworten zum Bibel-Konfi-Quizz

1.    Ich heiße Noah  Im Buch GENESIS, - (Ach ja, wie nennt man dieses Buch im Alten Testament auch?1. Buch Mose wird von mir berichtet. Gott ist stinksauer. Er sieht, dass die Menschen durch und durch böse sind. Irgendwie hatte sich Gott seine Schöpfung anders vorgestellt. Aber es geht gleich mit einem Brudermord los. Wer hatte da nochmal wen erschlagen? Kain hat Abel erschlagen Das ist eine Grunderfahrung der Menschen: Lug und Trug, Bosheit, Niedertracht, Mord- und Todschlag. Also will es Gott noch einmal neu versuchen. Eine große Flut muss her, die alles Bisherige vernichtet. Na ja, nicht alles. Ich wurde mit meiner Familie von Gott ausgesucht, einen riesigen schwimmenden Schutzraum für die Lebewesen der Welt zu bauen, die die sogenannte Sintflut überleben sollten. Die Menschen dachten, ich hätte einen Vogel. Irgendwie hatte ich den auch. Aber anders, als die Leute glaubten. Dieser Vogel, der das Ende der Flut anzeigte, ist sogar in die Kunstgeschichte eingegangen. Pablo Picasso hat ihn z.B. gemalt. Der Vogel ist auch ein weltweites Friedenssymbol. Um welchen Vogel handelt es sich? Taube So, wie es geschrieben steht, hat es mich und die ganze Geschichte gar nicht gegeben. Die Geschichte ist erfunden und trotzdem wahr. Sie spiegelt die Erfahrungen der Menschheit wider und versucht, sie in einfachen Bildern zu erklären. Weltweit gibt es ähnliche Geschichten. Meine Geschichte ist übrigens zweimal in der Bibel aufgeschrieben. Jemand hat beide Erzählungen genommen und daraus eine gemacht. In der einen heißt Gott „Gott“ und in der anderen heißt Gott „HERR“. - Groß-H, Groß-E, Groß-R, Groß-R. Auf hebräisch heißt das in lateinischer Schrift ADONAI. Meinen Namen יהוה durfte und darf kein frommer Jude aussprechen!Die Sintflutgeschichte will übrigens nicht drohen! Am Ende steht nicht: „Wenn ihr weiter böse seid, werdet ihr von Gott vernichtet!“ sondern… Ja, was steht denn im Ersten Buch Mose im 8. Kapitel in den Versen 21 und 22 ab der Stelle „Ich will hinfort….“?  Schreibt die nachfolgenden Sätze hier auf!nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; denn das Dichten und Trachten des menschlichen Herzens ist böse von Jugend auf. Und ich will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebt, wie ich getan habe. 22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Ach ja, und welches Naturphänomen weist uns auf Gottes Versprechen hin?Der Regenbogen.    2.    Ich heiße Rahel  Auch meine Geschichte findet ihr im Buch GENESIS (Welches Buch Mose war das nur nochmal? 1. Buch Mose). Mein Ehemann Jakob hatte mich sehr geliebt. Jakob konnte sehr listig sein. Auch vor Betrug schreckte er nicht zurück. In meinem Vater Laban hatte er allerdings seinen Meister gefunden. Als Jakob und ich uns zum ersten Mal begegneten, war es Liebe auf den ersten Blick. Ach, helft mir mal und sagt mir, wo dass war? Das steht in diesem Mosebuch/Genesis am Anfang des 29. Kapitels… Das Land im Osten / Brunnen. Mein Vater Laban sorgte dafür, dass Jakob zuerst meine ältere Schwester Lea heiraten musste, bevor wir bei Jahre später auch heiraten durften. Für uns beide musste er lange Jahre für Laban arbeiten.Lea bekam dann ein Kind nach dem andern. Ich konnte erst keine Kinder kriegen. Gott sei Dank bekam ich dann Josef und später Benjamin. Besonders Josef wurde sehr berühmt. Aber das ist eine andere biblische Geschichte. Aber ohne mich und Dank Gottes Hilfe, der mir meinen Sohn Josef schenkte, wäre die Geschichte meines Volkes anders verlaufen.Mein Mann Jakob zog eines Tages mit seiner ganzen Familie in seine alte Heimat zurück. Auf dem Weg dorthin wurde Jakob am Fluss Jabbok in einen heftigen Zweikampf verwickelt. Ich sagte, der Gegner sei Gott gewesen. Jakob gewann den Kampf, wurde aber an der Hüfte verletzt. Und er hat Gott einen Segen abgerungen. Ja, manchmal muss man um den Segen ringen und für ihn kämpfen. Da nützt keine Hinterlist wie gegenüber seinem Vater Isaak und seinem Bruder Esau. Nach dem Kampf bekam Jakob einen neuen Namen, quasi als Urvater eines neuen Volkes, dessen Mutter ich auch bin. Wie heißt Jakob nach dem Kampf am Jabbok? Israel   3.    Ich heiße Mose(s)  Ich sorgte für wichtige Weichenstellungen in der Geschichte der Menschheit. Ich war ein Nachkomme Jakobs, der Israel genannt wurde. Ich war ein Israelit und wurde in Ägypten geboren. Als Junge hätte ich getötet werden sollen, wie alle neugeborenen Jungen meines Volkes. So wollte es der Pharao. Es folgte eine unglaubliche Rettungsgeschichte, die mich an den Hof des Pharaos brachte. Ich wurde von seiner Tochter als Sohn angenommen. Auch, was dann geschah, war ein filmreifes Leben. Ich erschlug einen ägyptischen Aufseher, einen Menschenschinder, der Arbeiter unmenschlich quälte. Ich floh in die Wüster Sinai. Dort lernte ich Gott als jemanden kennen, der mich immer und ewig beschützt. Ich führte die Israeliten aus der Gefangenschaft in Ägypten. Auf die Androhung von zehn Plagen reagierte der Pharao nicht. Ach ja, nenne mir mal die 10 Plagen! 1          Wasser zu Blut                              2          Frösche3          Stechmücken                                 4          Stechfliegen5          Viehpest                                          6          Blattern/Pocken7          Hagel                                                8          Heuschrecken9          Finsternis                                        10       Tötung der (männlichen) Erstgeburt Eine lange Zeit wanderte mein Volk 40 Jahre lang in der Wüste herum. Das ist wohl auch eher symbolisch gemeint. Es entstand eine Rechtsordnung, die das Zusammenleben der Menschen regelte. Manche Gesetze davon haben bis heute über Israel und den jüdischen Glauben hinaus Bestand.  Ihr kennt zum Beispiel die 10 Gebote, von denen es heißt, ich habe sie direkt von Gott bekommen.Neben den 10 Geboten gibt es eine Vielzahl von Regeln, die für ein erträgliches Miteinander sorgen sollen. Das größte und höchste Gebot, das, was über allen Geboten steht, könnt ihr im 3.Mose 19,18 nachlesen. Der letzte Satz dieser Bibelstelle lautet… Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst; ich bin der HERR. Dieses Gebot ist so wichtig, dass es Jesus selbst zitiert. Drei von vier Evangelisten haben es erweitert aufgeschrieben. Ihr findet es bei Matthäus 22,37-40. Ach, sag mir nochmal, wo es bei Markus und bei Lukas steht!Markus 12,28-31                                        Lukas 10,25-28 Das neue Land für die Israeliten durfte ich noch sehen. Ich habe es aber nie betreten, denn kurz vorher bin ich gestorben. Aber für einen Nachfolger war gesorgt.   4.    Ich heiße Josua Ich bin der Sohn von Nun, einem Diener Moses. Ich habe dafür gesorgt, dass die Israeliten in dem Land, wohin sie aus Ägypten geflohen waren, leben konnten. Dummerweise lebten dort schon Menschen. Es gab Streit und Stammeskriege. Wir haben gewonnen. Zu Beginn war mir überhaupt nicht wohl bei dieser Aufgabe. Ich fürchtete mich vor der Verantwortung. Aber gleich im ersten Kapitel des nach mir genannten biblischen Buches, das den fünf Mosebüchern folgt, macht Gott mir Mut. Noch heute werden Verse davon als Mut machende Taufsprüche ausgesucht. In der Übersetzung nach Martin Luther heißen einige dieser Sprüche… Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang.            (Josua 1,5) Ich will dich nicht verlassen noch von dir weichen.          (Josua 1,5) Sei nur getrost und unverzagt.                                                 (Josua 1,6) Siehe, ich habe dir geboten, dass du getrost undunverzagt seist. Lass dir nicht grauen und entsetzedich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir inallem, was du tun wirst.                                                              (Josua 1,9)   5.    Ich heiße Hanna  Ich lebte vor etwa 3000 Jahren in Israel. Damals gab es Israel im Norden und Juda im Süden des Landes. Elkana war mein Mann. Damals konnten Männer dort, wo ich lebte, mehrere Ehefrauen haben. Elkanas andere Ehefrau hieß Peninna. Sie hatte viele Kinder: Jungen und Mädchen. Ich selbst konnte keine Kinder bekommen. Pennina ließ mich das spüren. Sie kränkte mich. Ich war sehr traurig. Elkana hatte Mitleid. Er liebte mich sehr. Einmal im Jahr gingen wir zum Tempel nach Silo. Dort betete ich verzweifelt zu Gott, den wir „HERR“ nannten. Der richtige Name Gottes war so heilig, dass kein Mensch ihn aussprechen durfte. Er bedeutet soviel wie „Ich bin bei dir, wie ich immer schon bei dir gewesen bin, jetzt bei dir bin und in alle Zukunft bei dir sein werde!“. Aber das ist zu lang, um es immer wieder auszusprechen. Manchmal nannte man Gott auch „HERR ZEBAOTH“. Das bedeutet „Herr der himmlischen Heerscharen“. Wir stellten uns vor, dass Gott uns von allen Gefahren beschützen könne. Ich versprach dem HERRN, dass ich ihm mein Kind schenken würde, wenn ich eins zur Welt bringen könnte. Und so geschah es. Ich brachte Samuel zur Welt. Und mein Sohn Samuel wurde ein weltberühmter Priester. Zwei Bücher im ALTEN TESTAMENT sind nach ihm benannt. Im zweiten Kapitel des ersten nach Samuel genannten Buches ist gleich zu Beginn ein Loblied von mir überliefert. Versucht mal, dieses Loblied mit euren Worten zu übersetzen! Ich bin glücklich. Gott liebt mich. Niemand kann mich verletzen. Wer glaubt, mehr wert zu sein als andere, der wir von Gott vom Thron gestürzt. Gott hat die Welt erschaffen. Er beschützt die Schwachen und macht die Überheblichen klein.   6.    Ich heiße David  Von mir sind spannende Geschichten überliefert. Als Hirtenjunge gewann ich in einem Stammeskrieg ein Duell gegen den stärksten Philister. Die Philister unterdrückten uns. Gegen sie gab es einige Kriege. Unser erster König war ein Versager. Wir mochten uns nicht. König Saul war eifersüchtig auf mich. Ich war der Gewinnertyp. Sein Sohn Jonathan war mein Freund. Aber zurück zur Geschichte mit Goliath. Ich war immer listig und fast immer allen anderen einen Schritt voraus. Nur mit einer Steinschleuder bewaffnet, habe ich den schwerbewaffneten Riesen niedergestreckt. Mit seinem eigenen Schwert habe ich dem bewusstlosen Philister den Kopf abgeschlagen. Ich wurde später von Samuel zum König ausgewählt. Mein Vorgänger Saul ist in einem der Kriege mit den Philistern umgekommen. In Japan nennt man seine Todesart Harakiri oder Zepukko. Ich selbst hatte später die Philister auf meiner Seite. Ich habe Jerusalem zur Hauptstadt des Königreichs gemacht. Der sogenannte Davidsstern ist heute noch das Symbol des Staates Israel. Im Hitlerdeutschland mussten Juden den gelben Davidsstern tragen. Zu meiner Zeit begann die Büte meiner Heimatregion. Mein Sohn Salomo hatte das Königreich sogar noch vergrößert. Danach aber zerfiel es durch Streitigkeiten in ein Nord- und ein Südreich: In Israel und in Juda. Meine Geschichte findet ihr in zwei Büchern der Bibel aufgeschrieben. Welche sind das? Das Erste und das Zweite Buch Samuel. Und ein wenig über mein Leben steht noch in einem dritten Buch. Wie heißt das? Das Erste Buch der Könige.Manche sagen auch, dass Jesus, also immerhin sein „Vater“ Josef, ein Nachfahre meines Vaters Isai (das ist nicht Jesaja!) sei. Im Gesangbuchlied „Es ist ein Ros entsprungen“ taucht der Name Isai als „Jesse“ auf. Unter welcher Nummer steht das Lied im aktuellen Evangelischen Gesangbuch? 30.    7.    Ich heiße Jesus  Von mir erzählt das Neue Testament. Manchmal glaubt man, Hinweise auf mich auch im Alten Testament zu finden. Ich habe konsequent ein menschenfreundliches Bild von Gott gezeigt. Mir geht es darum, dass niemand sich fürchten muss, auch wenn es fürchterlich zugeht. Erst, wenn gar nichts mehr geht, wenn man glaubt, am Ende zu sein, kann man ohne eigenes Zutun gerettet werden. Für mich ist Gott Leben über den Tod hinaus und pure Liebe. Ich möchte, dass Menschen heil werden. Zuerst stehe ich auf der Seite der Schwachen. Gott ist mein Vater, der zu mir hält, der mich beschützt und der mich frei leben lässt. Dafür haben Menschen mich geliebt und gehasst. Dafür bin ich gestorben. Dafür lebe ich heute noch. Das dürft ihr glauben!Blättert doch mal im NEUEN TESTAMENT und sucht nach einem GLEICHNIS von mir und einer Geschichte, die von einer meiner HEILUNGEN erzählt. Schreibt hier auf, wo die beiden Beispiele im Neuen Testament stehen…Das Gleichnis vom Sämann: Matthäus 13,1-9.Die Heilung des Gelähmten am Teich Betesda: Johannes 5,1-16. und erzählt das Gleichnis/die Heilungsgeschichte oder stellt es/sie irgendwie dar.   8.    Ich heiße Matthäus  Ich habe die Geschichte von Jesus aufgeschrieben. Zu meiner Zeit gab es schon christliche Gemeinden. Neben mir haben auch andere sogenannte Evangelisten die Geschichte von Jesus aufgeschrieben. Drei weitere sogenannte Evangelisten sind mit ihrer Geschichte im Neuen Testament aufgenommen. Sie heißen 1 Markus                                          2 Lukas                                             3 JohannesZusammen mit einem von den dreien habe ich ganze Passagen wörtlich abgeschrieben von einem anderen der dreien. In einer sogenannten Synopse des Neuen Testaments kann man die Texte vergleichen. Außerdem haben wir beide eine schriftliche Lebensgeschichte von Jesus teilweise wörtlich abgeschrieben, die es selbst nicht mehr gibt. Diese verschollene schriftliche Quelle nennen Forscher „Q“. Nur in meiner Jesuserzählung gibt es die Geschichte vom Stern von Bethlehem.Auch die sogenannte Bergpredigt gibt es so nur bei mir. Sie beginnt im 5. Kapitel mit den sogenannten Seligpreisungen. Nennt mal ein anderes Wort für selig! Welche neun „Menschengruppen“ sind in Jesu Augen selig? Glücklich.1 die geistlich arm sind               2 die Leid tragen               3 die Sanftmütigen4 die hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit              5 die Barmberzigen6 die reinen Herzens sind           7 die Friedfertigen             8 die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden      9 wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen. Ich zitiere in meinem „Evangelium“, was auf Deutsch übrigens „frohe/gute Botschaft/Nachricht heißt, gerne Stellen aus dem Alten Testament, von denen ich glaube, dass sie auf Jesus hinweisen. So ruft Jesus bei mir am Kreuz „Eli, Eli, lama asabtani“ aus. Das steht sowohl in Psalm 22,2 als auch bei mir im 27. Kapitel im 46. Vers. Schreibe hier den Ausruf in deutscher Übersetzung hin: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Wer meint, von Gott verlassen zu sein, ist „in guter Gesellschaft“: Jesus selbst kennt das Gefühl. Also, mich tröstet das sehr! Genauso, wie die Zusage des auferstandenen Jesus an die Jünger und die ganze Welt, mit der ich mein Evangelium abschließe. Dieser letzte Satz heißt: Ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende. (Matthäus 28,20b)    9.    Ich heiße Johannes  Mein Name war damals keine Seltenheit. Ich habe auch über Jesus geschrieben. Mein Evangelium wurde neben drei anderen auch in der Bibel veröffentlicht. Meine Leserschaft bestand aus Menschen, denen der jüdische Glaube, aus dem das Christentum entstanden ist, nicht mehr von Hause aus bekannt war. Es waren Menschen, die sich in der griechischen Philosophie und Religion auskannten. Von Jesu Geburt schreibe ich nichts. Dafür beschreibe ich Jesus mit Worten wie, Fleisch, Licht, Herrlichkeit, Gnade und Wahrheit. Eine besondere Begebenheit schildere nur ich. Sie steht in meinem 5. Kapitel. Lies dir mal die Verse 1 bis 13 durch. Stell die Szene der Heilung mit einem/einer Partner*in nach und beantworte folgende Fragen…Was denkt/fühlt der Gelähmte                als Jesus noch nicht da ist? nachdem Jesus die Frage stellt?nachdem Jesus sagt, was er tun soll?Was denken und fühlen die Menschen, die den Geheilten sehen? Ich zitiere gerne, was Jesus gesagt hat. Dabei glaube ich, dass Jesus für das Zusammenleben der Menschen eines besonders wichtig war/ist… Liebe. Du findest diesen Satz in meinem Evangelium im 15. Kapitel im 12. Vers. Schreib ihn auf: Das ist mein Gebot, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch liebe.                                                                         10.  Ich heiße Petrus  Ich bin der Mann der ersten Stunde. Bevor ich Jesus traf, oder besser: bevor Jesus mich traf, war ich Fischer. Und ich wurde der größte Fan von Jesus. Ich folgte ihm überall hin. Griechisch geschrieben heiße ich Πέτρος. Den Namen gab mir Jesus, als ich mich zu ihm bekannte. Bei Matthäus 16,18 heißt es… Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen.  Mein eigentlicher Name ist Simon. Der Apostel Paulus nannte mich meist Kephas (Κηφᾶς). Das ist das griechisch geschriebene Wort für den aramäischen Begriff „Stein“. Ihr merkt schon, die Ausbreitung des Christentums konnte man damals auch an der Sprache erkennen. Auf hebräisch wurde das Alte Testament geschrieben. Auf griechisch das Neue Testament. Die Umgangssprache des Hebräischen war aramäisch. – Hebräisch schreibt man übrigens von rechts nach links und von hinten nach vorne. – Die ganze Bibel wurde ins Griechische übertragen. Und diese griechische Übersetzung, die sogenannte Septuaginta, wurde dann ins Lateinische (Vulgata) übersetzt. Dabei kam es zu einigen Übersetzungsfehlern. Manchmal gab es in der anderen Sprache nicht die entsprechenden Worte.Ach, ich komme von Thema ab! Aber eins noch: Bei Jesu Verhören kurz vor seiner Kreuzigung habe ich keine gute Figur gemacht. Sagt ihr mir, was ich da getan, oder besser, nicht getan habe!  Ich habe Jesus verleugnet. Ich habe behauptet, Jesus nicht zu kennen. Viele Kirchturmspitzen erinnern mit einem Tier (mit welchem? Mit dem Hahn.) heute noch an mein damaliges Versagen. Umso erleichterter bin ich, dass Jesus immer zu mir stand. Der kennt mich eben in- und auswendig. Vergebung heißt das Zauberwort. Und mich nimmt bis heute die römisch-katholische Kirche als ihr Vorbild und hat ihren Dom in Rom nach mir genannt. Das Amt meiner Nachfolger nennt man… Papst oder Bischof von Rom oder Heiliger Vater.    11.  Ich heiße Thomas  Stellt euch das mal vor: Jesus ist gekreuzigt. Ich bin um mein Leben gerannt und habe mich versteckt. Als einer der Jünger, - wieviel Jünger Jesu waren wir nochmal? 12. Ich bin noch ganz aufgeregt! – also, als einer der 12Jünger Jesu stand ich natürlich mit auf der Fahndungsliste. Und da geschieht folgendes: Der auferstandene Jesus steht plötzlich im Versteck der Jünger, spricht ihnen Mut zu und gibt ihnen den Auftrag, den Menschen von seiner Auferstehung zu erzählen und ihnen Mut zu machen. Ich komme später dazu, und dann geschah Folgendes: "Die anderen Jünger sagten zu mir: „Wir haben den Herrn gesehen!“ Und ich erwiderte: „Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht!“ - So hat es der Evangelist Johannes im Kapitel 20 ab Vers 25 aufgeschrieben. Acht Tage später kommt der Auferstandene zurück. Dieses Mal bin ich dabei. Da sagt er zu mir: "Streck deinen Finger aus - hier sind meine Hände! Streck deine Hand aus und leg sie in meine Seite und sei nicht ungläubig, sondern gläubig!" (Johannes Kapitel 20 Vers 27).Heute sagt man noch „den Finger in die Wunde legen“. Die Bedeutung hat sich allerdings verändert. Wer jemandem „den Finger in die Wunde legt“, macht ihn schmerzhaft auf einen Fehler aufmerksam, den er gerne verheimlichen würde.  Jesus selbst hat oftmals den Finger im übertragenen Sinne in die Wunde oder die Wunden gelegt – von Menschen, die ihn um Heilung baten. Wie der Aussätzige in Markus Kapitel 1 Vers 40 Folgende: "Ein Aussätziger kam zu Jesus und bat ihn um Hilfe; er fiel vor ihm auf die Knie und sagte: 'Wenn du willst, kannst du machen, dass ich rein werde.' Jesus hatte Mitleid mit ihm; er streckte die Hand aus, berührte ihn und sagte: 'Ich will es - werde rein!' Im gleichen Augenblick verschwand der Aussatz und der Mann war rein." Allerdings wird hier der Finger oder die Hand auf und nicht in die Wunde gelegt.  Für viele Menschen ist mein Zweifeln ein Trost, denn Jesus hat mir geholfen, dass ich ihn im wahrsten Sinn des Wortes begreifen kann. Zweifel gehört zum Glauben dazu.   12.  Ich heiße Lydia  Der Arzt Lukas, der auch das „Lukasevangelium“ geschrieben hat, schreibt in seiner Apostelgeschichte (Kapitel 16, Vers 14): „Eine Frau namens (Lydia), eine Purpurhändlerin (Woraus stellte man damals den kostbaren Farbstoff Purpur her? Aus einer besonderen Meeresschnecke) aus der Stadt Thyatira (Wie heißt heute das Land, wo Thyatira damals lag? Türkei), hörte zu; sie war eine Gottesfürchtige (Bis zu dem Zeitpunkt, als ich Paulus das erste Mal begegnete, war ich bekennende Jüdin), und der Herr öffnete ihr das Herz, so dass sie den Worten des Paulus aufmerksam lauschte.“Ich war die erste Person auf europäischem Boden (in der Stadt Philippi, Griechenland), die den christlichen Glauben annahm. Ich lud Paulus und Silas ein, bei mir zu wohnen. Später leitete ich die christliche Gemeinde in Philippi. Da ich sehr reich war, unterstützte ich die Mission des Paulus finanziell, worüber er sehr dankbar war.Ach ja, wer hatte eigentlich die Stadt Philippi ursprünglich gegründet und was hat Alexander der Große damit zu tun? Philipp II. war 359 bis 336 v. Chr. König von Makedonien und der Vater Alexanders des Großen.   13.  Ich heiße Junia  Noch vor dem Apostel Paulus war ich Christin geworden. Ich habe die christliche Gemeinde in, - ja wie heißt die Hauptstadt denn nochmal? - Rom mit aufgebaut. Das war sehr gefährlich. Die Bevölkerung, die nach der Stadt benannt ist, beteten mehrere Götter an. Selbst der Kaiser, ein Mensch, ließ sich als Gott verehren. Mein Name hat sich aus dem Namen der Ehefrau von Jupiter, dem sogenannten Götterkönig, abgeleitet. Die Ehefrau Jupiters galt als Königin der Göttinnen. Ich aber, das betone ich, war Christin! Trotz meines Namens! Paulus nannte mich eine Apostelin. Er hatte keine Probleme mit Frauen an der Spitze von christlichen Gemeinden. Meinen Ehemann Andronikus lässt Paulus im sogenannten Römer-Brief (Römer 16,7) auch grüßen. Im Verlauf der Kirchengeschichte, im 13. Jahrhundert, wurde mein Name von einem Frauen- zu einem Männernamen umgeschrieben. Die männliche Kirchenführungsriege mochte keine Frauen an der Spitze. So gibt es bis heute keine Pfarrerinnen in der katholischen Kirche und keine Päpstin.